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dc.contributorHessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
dc.contributor.authorSpanger, Hans-Joachim
dc.date.accessioned2019-09-25T15:35:10Z
dc.date.available2019-09-25T15:35:10Z
dc.date.created2018-09-14 23:22
dc.date.issued2012-02-14
dc.identifieroai:gesis.izsoz.de:document/28494
dc.identifier3-937829-08-3
dc.identifierhttp://www.ssoar.info/ssoar/handle/document/28494
dc.identifierurn:nbn:de:0168-ssoar-284947
dc.identifier.urihttp://hdl.handle.net/20.500.12424/341143
dc.description.abstractDer Beitrag beleuchtet kritisch den Prozess der 'gelenkten Demokratie' unter Präsident Putin in Russland. Putin und der Putinismus gelten zusehends als Synonym für eine autoritäre Politik, die zwar die wirtschaftliche Modernisierung des Landes vorantreiben will, dafür aber die Demokratie zu opfern bereit ist. Den vielfältigen Bekenntnissen des Präsidenten zur Freiheit und Demokratie sind jedenfalls bislang ganz überwiegend genau entgegengesetzte Taten gefolgt. Die gängigen Demokratie-Indices (Bertelsmann Transformation Index, Freedom House u.a.) gelangen bei der Einordnung Russlands zu auffallend unterschiedlichen Ergebnissen und bieten daher kaum Orientierungen. Ferner gibt es in der Wissenschaft beträchtliche Differenzen zur Frage der Ursachen für die allenthalben registrierten autoritären Tendenzen sowie bezüglich der demokratischen Entwicklungsperspektiven. Dabei sind zugespitzt eine russophobe und eine russophile Schule zu unterscheiden. Einen alternativen Zugang eröffnet die Analyse Russlands als Bestandteil der semi-autoritären Grauzone: Hatte es am Beginn der 'dritten Welle' noch den Anschein, als würden einer erfolgreichen Demokratisierung keinerlei strukturelle Barrieren entgegen stehen, so können diese angesichts der wachsenden Zahl autoritärer Abweichungen nicht länger ignoriert werden. In Russland sind die Grundlagen des 'dominanten Machtzentrums' bereits unter Jelzin entstanden. Dessen Charakteristika haben sich aber erst im konsolidierenden Übergang von Jelzins oligarchisch-deliberativem zu Putins bürokratisch-zentralistischem Autoritarismus herausgebildet. Beide Varianten sind auf jeweils eigene Weise ein typisches Merkmal von Rohstoffökonomien und beide sind Formen eines 'crony capitalism', der auf der innigen Verbindung zwischen der Staatsbürokratie und großen Kapitalgruppen beruht. Die Stärkung des Regimes - nicht aber des Staates - zeigt sich exemplarisch in der Jukos-Affäre. In ihr sind das politische Ziel, einem besonders aggressiven und prominenten Oligarchen - und damit auch allen anderen - die Grenzen aufzuzeigen, das Bedürfnis, die staatliche Kontrolle in einem Wirtschaftssektor zurückzugewinnen, der für Russland von existentieller Bedeutung ist, und ganz profane Gier eine charakteristische Verbindung eingegangen. Doch trotzdem ist und bleibt Putins Russland ein strategischer Partner, dessen Wert durch demokratische Defizite nicht geschmälert wird. Ein wirtschaftliches und politisches Interesse ist durchaus plausibel und rechtfertigt eine fortgesetzte Kooperation. Diese darf jedoch nicht dazu führen, vor den Defiziten die Augen zu verschließen. Vielmehr ist nach Ansicht des Autors die russische Führung öffentlich sowie in den von ihr geschätzten westlichen Clubs (G8 u.a.) in einen kontinuierlichen Dialog über die offiziell deklarierten demokratischen Ziele und deren Verwirklichung einzubinden. (ICG2)
dc.publisherDEU
dc.publisherFrankfurt am Main
dc.rightsDeposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
dc.source12/2004
dc.subjectStaatsformen und Regierungssysteme
dc.subjectPolitikwissenschaft
dc.subjectSystems of governments & states
dc.subjectPolitical science
dc.subjectStaat, staatliche Organisationsformen
dc.subjectpolitische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur
dc.subjectPolitical Process, Elections, Political Sociology, Political Culture
dc.subjectPolitical System, Constitution, Government
dc.subjectpolitisches System
dc.subjectpolitische Elite
dc.subjectTransformation
dc.subjectRussland
dc.subjectpolitische Herrschaft
dc.subjectpolitisches Handeln
dc.subjectpostsozialistisches Land
dc.subjectpolitischer Einfluss
dc.subjectpolitische Sanktion
dc.subjectpolitisches Interesse
dc.subjectpolitische Führung
dc.subjectpolitische Macht
dc.subjectpolitische Entwicklung
dc.subjectpolitische Steuerung
dc.subjectPräsident
dc.subjectDemokratisierung
dc.subjectpolitisches Verhalten
dc.subjectUdSSR-Nachfolgestaat
dc.subjectModernisierung
dc.subjectpolitischer Konflikt
dc.subjectpost-socialist country
dc.subjectmodernization
dc.subjectpolitical action
dc.subjectRussia
dc.subjectpolitical power
dc.subjectpolitical governance
dc.subjectpolitical influence
dc.subjectpolitical leadership
dc.subjectpolitical development
dc.subjectpolitical elite
dc.subjectpolitical conflict
dc.subjectpresident
dc.subjecttransformation
dc.subjectdemocratization
dc.subjectpolitical sanction
dc.subjectpolitical behavior
dc.subjectpolitical domination
dc.subjectpolitical system
dc.subjectUSSR successor state
dc.subjectpolitical interest
dc.subjectdescriptive study
dc.subjectdeskriptive Studie
dc.titleModernisierung contra Demokratisierung: Putins russischer Weg
dc.typeArbeitspapier
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ge.dataimportlabelOAI metadata object
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ge.identifier.permalinkhttps://www.globethics.net/gtl/15492429
ge.lastmodificationdate2019-09-19 15:26
ge.lastmodificationuseradmin@pointsoftware.ch
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ge.oai.setnamePolitikwissenschaft
ge.oai.setnameSozialwissenschaften
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ge.oai.setnameStaat, staatliche Organisationsformen
ge.oai.setnamepolitische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur
ge.oai.setnameText
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ge.oai.setnamePolitical science
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