• 15 Jahre alt 1992 – heute über dreissig. Über eine 15jährige Entwicklung der schulischen und beruflichen Übergänge nach der obligatorischen Schulzeit

      Cattaneo, Angela; Donati, Mario; Bocchino, Cristina Galeandro (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2009-09-01)
      15 Jahre lang standen 1471 Schulabgänger/innen des Jahrganges 1992 (50% mit Sekundarabschluss) im Fokus einer Längsschnittstudie, die 2007 abgeschlossen wurde. Ein wesentliches Ziel bestand darin, Logiken und Strategien betreffend der Berufswahl und des Berufseinstiegs zu erkennen und zu dokumentieren. Zusätzlich wurden individuelle Entwicklungen im schulischen wie auch im beruflichen Kontext nachgezeichnet und verfolgt.Die Untersuchungsanlage ermöglichte eine intensive und nachhaltige Aufarbeitung der Erhebungsdaten wie auch der breit gefächerten Untersuchungsthemen (Ausbildung, Arbeit, Werte, kulturelle Aspekte, soziografische Dimensionen, Zufriedenheit etc.). Die Längsschnittstudie brachte umfassende Daten und Informationen zu Tage, welche in diversen Publikationen bereits dargelegt werden konnten.Deutlich wurde, dass die heute über dreissigjährigen jungen Erwachsenen mehrheitlich mit ihrem Leben zufrieden sind, unterstützt durch eine gute Ausbildung und integriert in der Arbeitswelt. Familiäre und freundschaftliche Beziehungen sind zentrale Werte, neben Freizeitbeschäftigungen und der Arbeit; sie geben an, Vertrauen in die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern, von Wissenschaftler/innen und der Polizei zu haben; weniger stark in die Arbeit der Kirchen, politischer Parteien sowie von Politikerinnen und Politikern.Die Daten ergeben ein Bild einer Generation, deren individuelle Biografien nicht immer linear verlaufen und durch Friktionen gekennzeichnet sind, ausgelöst durch Wechsel in der Ausbildung, durch die Schwierigkeit eine erste Stelle zu finden, durch Gehaltseinbussen oder durch falsche bzw. problematische Berufswahlentscheide.
    • Aigul Alieva (2010). Educational Inequalities in Europe. Performance of Students with Migratory Background in Luxembourg and Switzerland.

      Kamm, Esther (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2011-09-01)
      Rezension
    • Albero, Brigitte & Poteaux, Nicole (2010). Enjeux et dilemmes de l’autonomie. Une expérience de d’autoformation à l’université.

      Périsset, Danièle (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2013-11-08)
      Recension
    • Alexandre FontaineEine Zeitschrift «à l’affût du monde»? L’Éducateur als Relais pädagogischer Transfers und Verbindungen in der französischen Schweiz (1865-1890).

      Fontaine, Alexandre (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2018-09-26)
      Der Artikel untersucht verschiedene Arten von Wissenstransfers in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der französischen Schweiz. Indem L’Éducateur, die Zeitschrift des Lehrerverbands der französischen Schweiz, im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, können in diesem entscheidenden pädagogischen Netzwerk regionale sowie transnationale Anleihen dekonstruiert und sowohl Widerstände als auch der Einsatz, der in dieser Wissenszirkulation auf dem Spiel steht, analysiert werden.
    • Alfred Riedl (2011). Didaktik der beruflichen Bildung, 2. komplett überarbeitete und erheblich erweiterte Auflage.

      Gautschi, Peter; Schumacher, Irene (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2012-10-26)
      Rezension
    • Allgemeinbildung, Kompetenzen, Bildung für… –zum schwierigen Verhältnis von Lehrplänen und Unterrichtsfächern. Historische und pädagogische Rahmung am Beispiel der Bildung für Nachhaltige Entwicklung

      Audigier, François (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2018-09-19)
      Immer zahlreicher sind die Unterrichtsthemen, die an die Tür der Schule klop-fen: Umwelt, Unternehmertum, Informationen … Unter der allgemeinen Bezeichnung Bildung für … werden sie in diesem Artikel analysiert. Dabei werden sie als Ausdruck einer Schule verstanden, die sich an die Welt anzupassen ver-sucht, um den Menschen, den Arbeitnehmer und die Arbeitnehmerin, die Bürgerin und den Bürger zu bilden. Bildung für … beansprucht den Aufbau nützli-cherer Kompetenzen, damit das Individuum mit Situationen, die sich in seinem persönlichen, sozialen, beruflichen und staatsbürgerlichen Leben ereignen, um-gehen kann. Bildung für … zwingt uns, Inhalte und Unterricht neu zu definieren, indem Unterrichtsorganisation in je eigenständigen Fächern in Frage gestellt wird. Besonders die Bildung für nachhaltige Entwicklung zeigt die Spannung auf, die Bildung für … verursacht.
    • Alltagsgespräche im Kindergarten – Gelegenheitsstrukturen für den Erwerb bildungssprachlicher Fähigkeiten

      Isler, Dieter; Künzli, Sibylle; Wiesner, Esther (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2018-09-20)
      Im Projekt «Prozesse der Sprachförderung im Kindergarten (ProSpik)»1 werden Gespräche zwischen Lehrpersonen und Kindern gefilmt und sequenzanalytisch ausgewertet, um ihre Potenziale für den Erwerb und die Förderung bildungssprachlicher Fähigkeiten zu untersuchen. Ziel ist es, Grundlagen für eine stufengerechte (integrierte, situations- und themenorientierte) Sprachdidaktik zu erarbeiten, die Bildungsungleichheit nicht reproduziert, sondern zu ihrem Abbau beiträgt. Der vorliegende Beitrag informiert über die Grundlagen und die Anlage des Projekts sowie über den Arbeitsstand nach einem Jahr. Im ersten Abschnitt geht es um Sprache und Bildungsungleichheit, den Kindergarten in der Deutschschweiz und um Sprachförderung 4- bis 6-jähriger Kinder. Im zweiten Abschnitt wird das Projekt vorgestellt und theoretisch sowie methodologisch verortet. Der dritte Abschnitt gibt einen exemplarischen Einblick in die Auswertungsarbeiten. Abgeschlossen wird der Beitrag mit einer Verortung der Ergebnisse im Tagungsthema.
    • Alltagsintegrierte Sprachförderung in der Spielgruppe – Welche Fachperson-Kind-Interaktionen finden statt?

      Kannengieser, Simone; Tovote, Katrin (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2018-09-20)
      Präventive Massnahmen zur frühen Förderung des Zweitspracherwerbs werden u.a. in Spielgruppen implementiert. In der diesbezüglichen Qualifizierung der Spielgruppenleitenden im Kanton Basel-Stadt spielt der Ansatz der alltagsintegrierten Förderung eine tragende Rolle. Jegliche Dialoge, Erwachsenen- wie kind-initiierte, sind hier Fördergelegenheiten. In einer Teilstudie des SNF-geförderten Forschungsprojekts «MeKi – Frühe sprachliche Förderung mehrsprachiger Kinder ab 3 Jahren» werden die Interaktionen zwischen Spielgruppenleitenden und einzelnen Zielkindern videographiert und gesprächsanalytisch untersucht. Der folgende Beitrag konzentriert sich auf die empirisch ermittelten Interaktionsarten und die Interpretation ihres Sprachfördergehalts.
    • Alltagsvorstellungen über den Treibhauseffekt und die globale Erwärmung verändern – eine Voraussetzung für Bildung für nachhaltige Entwicklung

      Reinfried, Sibylle; Rottermann, Benno; Aeschbacher, Urs; Huber, Erich (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2010-09-01)
      Das korrekte Verstehen des Treibhauseffektes ist eine wichtige Voraussetzung, um politische Massnahmen zur Reduktion des Treibhausgases CO2 zu unterstützen. Fehlerhafte Alltagsvorstellungen über den Treibhauseffekt und die globale Erwärmung sind jedoch weit verbreitet und schwer zu verändern. Um eine beständige Veränderung der Alltagsvorstellungen zu induzieren, wurde eine instruk- tionspsychologisch optimierte Lernumgebung zum Treibhauseffekt entwickelt. Ihre Wirksamkeit wurde in einer Interventionsstudie mit einem Pretest-Posttest-Kontroll- gruppen-Design mit einem Follow-up-Test zwei Monate nach der Intervention an 289 Lernenden des 8. Schuljahrs getestet. Die statistische Analyse ergab einen signi- fikanten und relativ beständigen Wissenszuwachs, verbunden mit einem besseren Verständnis des natürlichen und anthropogenen Treibhauseffekt-Phänomens.
    • Altersgemischter Unterricht in kleinen Schulen im ländlichen Raum

      Raggl, Andrea (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2012-10-26)
      Im Rahmen dieses Beitrags werden die Besonderheiten kleiner Schulen und die Praxis des altersgemischten Unterrichts in kleinen Schulen im ländlich-alpinen Raum beschrieben. Der altersgemischte Unterricht stellt im ländlichen Raum vor allem eine notwendige organisatorische Massnahme dar, um kleine Schulen mit geringen SchülerInnenzahlen erhalten zu können. Die im Forschungsprojekt «Schulen im alpinen Raum» beteiligten SchulleiterInnen und LehrerInnen erkennen jedoch auch die pädagogischen Chancen der kleinen Organisationsform und des altersgemischten Unterrichts. Einige nützen den zur Verfügung stehenden Gestaltungsspielraum für die Entwicklung innovativer didaktischer Modelle. Es zeigte sich, dass die Umsetzung altersgemischten Unterrichts Lehrpersonen insgesamt vor grosse Herausforderungen stellt, insbesondere jene in sehr kleinen «Ein-LehrerInnen-Schulen» (vgl. Raggl 2011).
    • Amigues, René & Zerbato-Poudou, Marie-Thérèse (2000). Comment l’enfant devient élève.

      Thévenaz, Thérèse (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2000-12-01)
      Recension
    • Anchored Instruction: Situiertes Lernen in multimedialen Lernumgebungen

      Scharnhorst, Ursula (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2001-12-01)
      «Anchored Instruction» ist ein konstruktivistischer Ansatz aus den USA, dessen Vertreter technologisch unterstützte, situierte Lernumgebungen für verschiedene schulische Fächer und Altersstufen entwickeln, implementieren und erforschen. Wichtige Ziele, Gestaltungsprinzipien und Merkmale solcher Lernumgebungen sowie ihre Implementation im Unterricht werden anhand von zwei Anwendungen näher dargestellt: (1) «The Adventures of Jasper Woodbury», eine Serie von Video-Geschichten und Zusatzmaterialien, die Schüler mit komplexen mathematischen Problemstellungen konfrontieren, und (2) ”The Little Planet Literacy Series”, die Schulanfänger mit Trickfilm-Geschichten und damit verbundenen multimedialen Lernaktivitäten ins Lesen und Schreiben einführen. Es wird auch kurz auf einige Forschungsergebnisse zu den beiden Lernumgebungen verwiesen. Im Weiteren verdeutlicht eine Taxonomie, dass soziale und technologische Formen der Lernunterstützung bei «Anchored Instruction» vielfältig kombiniert werden, um die Flexibiliät und den Transfer des Gelernten zu fördern. Im Hinblick auf die aufwändige Erstellung und Implementation solcher Lernumgebungen wird am Schluss eine Reihe kritischer Fragen und Einwände diskutiert.
    • Anmerkungen zum Qualitätsbegriff in der Bildungsforschung

      Sauerwein, Markus; Klieme, Eckhard (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2016-12-02)
      In dem Beitrag werden die Bedeutung und die Verwendung des Qualitätsbegriffs in der Bildungsforschung exemplarisch anhand von PISA und StEG betrachtet. Hierbei werden zwei Modi des Sprechens über Qualität in der Bildungsforschung unterschieden: ein empirisch analytischer und ein deskriptiver. Unabhängig vom Modus des Argumentierens hat Qualität in der Bildungsforschung eine wertende Konnotation. Grundlage dieser Wertungen sind immer normative Annahmen, die sich – je nach Modus in unterschiedlicher Form – in der Qualitätsbeurteilung niederschlagen. Bildungsforschung kann den normativen Gehalt ihrer Qualitätsaussagen explizieren und multiple Kriterien berücksichtigen und ist dadurch gerade nicht – wie einige kritisieren – «politikhörig».
    • Arbeitsmethoden und –verhalten beim Lösen von Algebraaufgaben in Dyaden bei portugiesischen Schülerinnen und Schülern

      Cesar, Margarida; Perret-Clermont, Anne-Nelly; Benavente, Ana (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2018-07-11)
      Die vorliegende Studie stammt aus Portugal, wo es den Mathematiklehrern der Sekundarschule ernsthafte Probleme bereitet, ihre Schülerinnen und Schüler zu 070-158 motivieren. Viele sind an Mathematik uninteressiert und fallen bei Prüfungen durch. Spezifische pädagogische Verfahren, die in experimentellen Fallstudien angewendet wurden, ermöglichten es uns, die verschiedenen Arbeitsmethoden der Schüler zu beobachten, wenn sie zu zweit oder alleine ein Algebraproblem lösten. Die Studie zeigt, welche Rolle die Art des Verhältnisses der Schüler zueinander in jedem Paar spielt und wie sich dieses Verhältnis zur Leistung im Verstehen und Lösen der Aufgabe verhält. Die Begeisterung unter den Schülern wuchs während dieser Studie. Sobald die Schüler im Dialog miteinander arbeiteten und sozio-kognitive Konflikte entstehen konnten, verbesserten die Schülerinnen und Schüler ihre Haltung gegenüber der Mathematik.
    • Arbeitsüberforderung und -unzufriedenheit von Lehrpersonen in der Schweiz National repräsentative Ergebnisse demografischer, klassen- und schulbezogener Faktoren

      Windlin, Béat; Kuntsche, Emmanuel; Delgrande Jordan, Marina (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2018-10-04)
      Anhand einer national-repräsentativen Stichprobe der Schweiz werden Zusammen- hänge zwischen subjektiv wahrgenommener Arbeitsüberforderung bzw. -unzufrie- denheit und demografischen, klassen- sowie schulbezogenen Faktoren untersucht, und Angaben von 534 Lehrpersonen der 5. bis 9. Schulstufe und deren Klassen mit multiplen linearen Regressionsmodellen analysiert. Es zeigt sich, dass Variablen, die sich auf problematisches Verhalten der unterrichteten Schulkinder beziehen, weder mit subjektiver Arbeitsüberforderung noch -unzufriedenheit der Lehrperson in Ver- bindung stehen. Dagegen scheinen neben demografischen Variablen die Unterstüt- zung der Schule und der Eltern sowie weitere strukturelle Faktoren der Schule und der Klasse zur Erklärung von subjektiver Arbeitsüberforderung bzw. -unzufrieden- heit von Lehrpersonen bedeutsam zu sein.