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Recent Submissions

  • Konzeptioneller Rahmen zum Verhältnis formellen und informellen Lernens

    Rohs, Matthias (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2018-09-20)
    Der Artikel setzt sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung informellen Lernens mit dem Verhältnis formeller, non-formeller und informeller Lernprozesse auseinander. Ausgehend von der Darstellung der Motive für eine stärkere Verbindung unterschiedlicher Lernformen werden zunächst die begrifflichen und definitorischen Zusammenhänge zur Beschreibung des Verhältnisses formellen, non-formellen und informellen Lernens beleuchtet. Darauf aufbauend werden die Schnittstellenprozesse zwischen den Lernformen sowie Rahmenbedingungen für das Zusammenwirken beschrieben. Der Beitrag liefert damit eine Grundlage für die Reflexion pädagogischer Praxis sowie für die Fundierung der empirischen Forschung in diesem Feld.
  • Formelle, nicht-formelle und informelle Bildungskontexte: Kompetenzentwicklung für Schulleitungen französischer Sprache in Kanada

    IsaBelle, Claire; Gélinas Proulx, Andréanne; Meunier, Hélène (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2018-09-20)
    Zur Weiterentwicklung von Kompetenzen neuer Schulleitungen stellen wir fest, dass neue von Universitäten, Schulbezirken o.ä. angebotene Bildungsprogramme entstanden sind. Ziel unserer Untersuchung ist es, zu identifizieren, welche Bildungskontexte (formell, nicht-formell oder informell) neuen Schulleitungen bei der Entwicklung ihrer Kompetenzen: (a) am besten geholfen haben und (b) welche ihnen künftig am besten helfen können. Im Rahmen unserer qualitativen Studie wurden 101 Akteurinnen und Akteure des Bildungsbereiches befragt. Aus den Ergebnissen geht hervor, dass alle drei Bildungskontexte (formell, nicht-formell und informell) zur Entwicklung der Kompetenzen neuer Schulleitungen beigetragen haben. Zudem zeigte sich, dass Im Vergleich zu den formellen und informellen Bildungskontexten der nicht-formelle Bildungskontext (Workshops und Unterstützung von seiten des Schulbezirkes) am meisten zur Entwicklung von Kompetenzen neuer Schulleitungen beigetragen hat.
  • Situation als Konstrukt. Zur Kritik objektivistischer Situationsdefinitionen

    Heid, Helmut (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2001-12-01)
    Der Situationsbegriff spielt in der aktuellen Lehr-Lern-Forschung eine bemerkenswerte Rolle. Damit soll die Aufmerksamkeit in spezifischer Weise auf die Tatsache gelenkt werden, dass menschliches Lernen stets unter konkreten Umweltbedingungen stattfindet und dass die Qualität der Resultate menschlichen Lernens unter anderem von der Qualität der jeweiligen Lernumgebung abhängt.Die hohe Plausibilität dieser Feststellung begünstigt die Vernachlässigung der Frage, wieweit die jeweilige Lernumgebung lehr-lern-theoretisch nicht nur eine unabhängige, sondern auch und vor allem eine (von Lernen) abhängige Variable ist: Das als “Situation” Gekennzeichnete ist keine Tatsache im physikalischen Sinn, sondern Resultat einer Tatsacheninterpretation, also ein theoretisches Konstrukt. Das gilt auch für die lehr-lern-theoretisch postulierten (Qualitäts-) Merkmale der Situation; das sind im besonderen die Authentizität und die Komplexität wünschenswerter Lernumgebungen. Der folgende Beitrag bezweckt den Versuch, zur methodischen Klärung der Konzeption «Situiertes Lernen» beizutragen.
  • Wie soll man wissen, ob dies eine gute Sache ist? Ein entwicklungsorientierter Ansatz für die interkulturelle, antirassistische Erziehung

    Blakeney, Ronnie F. (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2002-12-01)
    Das Spannungsverhältnis zwischen kulturellem Pluralismus und sozialer Kohäsion ist vielleicht das einzige nachhaltige, moralische Paradox heutiger Demokratien. Von dieser Herausforderung ist die öffentliche Erziehung stark betroffen. Nordamerikanische Projekte der interkulturellen und antirassistischen Erziehung der letzten vierzig Jahre hatten jedoch nur beschränkten Erfolg. Der vorliegende Beitrag führt dies darauf zurück, dass solche Projekt unter einer getrübten moralischen Vision und unter einer pädagogischen Indifferenz gegenüber den Entwicklungsstadien von Kindern und Erwachsenen als Lernenden gelitten haben. Der Beitrag beschreibt zwei unterschiedliche moralische Ziele der Erziehung zur demokratischen Staatsbürgerschaft. Er zeigt, dass das Spannungsverhältnis zwischen diesen zwei Ansätzen aufgelöst werden kann, indem auf die Entwicklungsbedürfnisse verschiedener Gruppen von Lernenden Rücksicht genommen wird. Auf diesem Hintergrund wird ein entwicklungsorientierter Ansatz einer interkulturellen, antirassistischen Erziehung skizziert.
  • Schulversagen als ungenügende Kompetenzen im Lesen und Rechnen

    Notter, Philipp (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2001-09-01)
    Der Beitrag betrachtet Schulversagen als ungenügende Kompetenzen im Lesen und Rechnen nach langjährigem Schulbesuch. Er analysiert dazu die Ergebnisse des «International Adult Literacy Survey», der die Lese- und Rechenkompetenzen in der erwachsenen Bevölkerung untersuchte. Zwei Fragen stellen sich: 1. Wie verbreitet sind ungenügende Lese- und Rechenkompetenzen in der Schweiz, und 2. Muss man die Personengruppe, die höchstens eine Ausbildung auf Sekundarstufe I abgeschlossen hat, als Risiko-Gruppe betrachten? Von der einheimischen Bevölkerung weisen ca. 14 Prozent mindestens in einem der drei untersuchten Bereiche für die heutige Gesellschaft ungenügende Kompetenzen auf. Zwar nimmt dieser Prozentsatz bei den jüngeren Personen ab, doch weisen immer noch ca. 6 Prozent der jüngeren Personen mindestens in einem Bereich ungenügende Kompetenzen auf. Bei den Personen, die höchstens eine Ausbildung auf der Sekundarstufe I abgeschlossen haben, weisen ca. 39 Prozent in mindestens einem Bereich ungenügende Kompetenzen auf. Diese Gruppe muss damit als Risiko-Gruppe betrachtet werden.
  • Dekonzentration, Dezentralisation und Schulautonomie in Frankreich (1981-2003). Von der Erneuerung der Chancengerechtigkeit zum Management der Organisationen

    Derouet, Jean-Louis (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2018-08-08)
    Frankreich erlebte zwischen 1981 und 2003 eine kopernikanische Wende in der Konzeption der Bildungspolitik. Die Konzeption, in der Gerechtigkeit und Wirksamkeit durch Zentralisation, ja durch Standardisierung des Systems hergestellt werden sollte, wurde zugunsten einer anderen aufgegeben, die auf lokalen Spezifitäten und der Schulautonomie basiert. Der vorliegende Beitrag analysiert die Schaffung dieses neuen Referenzrahmens. Es ist sicher keine reine Rhetorik, dass die alte Kultur sehr stark geblieben ist. Aber wie gross ist ihr Einfluss noch, und welches sind die Wirkungen des neuen Referenzrahmens? Verschiedene Indikatoren zeigen, dass die Ungleichheiten zwischen den Schulen grösser werden. Ist das eine Konsequenz dieser neuen Politik? Es drängt sich auch ein Nachdenken über den Bedeutungswandel auf: Anfangs der 1980er-Jahre wurde die Schulautonomie als Möglichkeit präsentiert, das Versprechen des Wohlfahrtsstaates auf Chancengerechtigkeit besser realisieren zu können. Am Ende der 1990er-Jahre erscheint sie als Grundlage einer Managementmethode, die sich an den Methoden orientiert, mit denen es dem Kapitalismus möglich war, die Krise von 1973 zu überwinden: mit dezentralen Einheiten, einer lokalen Verwaltungsregulierung und einer Organisationsstruktur, die sich an internationalen Qualitätsnormen orientiert.
  • Stamm, Margrit/Leumann, Seraina/Kost, Jakob (2014). Erfolgreiche Migranten. Ihr Ausbildungs- und Berufserfolg im Schweizer Berufsbildungssystem.

    Lanfranchi, Andrea (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2018-10-24)
    Rezension
  • Bos, W. & Gröhlich, C. (Hrsg.). (2010). KESS 8. Kompetenzen und Einstellungen von Schülerinnen und Schülern am Ende der Jahrgangsstufe 8.

    Schmid, Christoph (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2011-12-02)
    Rezension
  • Warum lassen sie immer wieder wiederholen? Ein Versuch, das Lehrerurteil zu einer Klassenwiederholung zu verstehen

    Marcoux, Géry; Crahay, Marcel (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2008-12-01)
    Das Entscheiden über eine Klassenwiederholung eines Schülers ist komplex. Es scheint, dass eine Gesamtheit von Elementen den Lehrer zu dieser Massnahme als die am Angemessenste veranlasst. Dieser Artikel versucht, diese Komplexität zu erfassen und zu analysieren. Vorgeschlagen wird, noch präziser den Prozess der Urteilsbildung zu analysieren, der zu dieser Entscheidung führt. Welche Elemente stützen das Urteil, das zu einer Entscheidung für die Wiederholung führt, und welches Gewicht nehmen die verschiedenen Bestandteile in der abschließenden Entscheidung ein? Die vorgestellten empirischen Daten gehen aus Gesprächen mit 41 Lehrern der 6. Grundschulklassen im Kanton Genf im Laufe des Schuljahres 2007-2008 hervor. Ausgehend von den effektiven Entscheidungen einer Lehrperson, sowohl für die Wiederholung eines Schuljahres als auch der Promotionsentscheidung, versuchen diese Gespräche, die Entscheidungsgrundlage des Urteils zu eruieren. Es zeigt sich, dass die persönlichen Überzeugungen, dass diese Klassenwiederholung dem Kind «gut tun wird» zum dominanten Entscheidungskriterium werden. Die Frage, ob dieses Urteil als «professionell» qualifiziert werden kann, wird in der abschliessenden Diskussion behandelt.
  • Zum Zusammenspiel von Mathematikleistung, Schüler/innen-motivation und Lernemotionen auf der Sekundarstufe 1 – ein Vergleich zwischen Schüler/innen mit und ohne Migrationshintergrund in der Schweiz

    Brandenberger, Claudia C.; Hagenauer, Gerda; Hascher, Tina (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2017-07-19)
    Basierend auf dem Befund, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Schweiz geringere Leistungen erbringen, untersucht die vorliegende Studie, ob sich analoge Unterschiede auch in der Motivation und den Lernemotionen der Schüler/innen, welche mit der Leistung zusammenhängen, zeigen. Weiter wird auf Grundlage der Kontroll-Wert-Theorie die Beziehung zwischen diesen Merkmalen und der Mathematikleistung überprüft. Die Ergebnisse (N = 415 Realschüler/innen der 7. Schulstufe) bestätigen die geringere Mathematikleistung von Schüler/innen mit Migrationshintergrund bei einer gleichzeitig höher ausgeprägten selbstbestimmten Motivation und einem höheren Angsterleben. Hohe Leistung ist mit dem Fähigkeitsselbstkonzept in Mathematik assoziiert, welches wiederum ein positives emotionales Erlebensmuster (hohe Freude, geringe Angst) und die selbstbestimmte Motivation erklärt.
  • Frenay, M. & Dumay, X. (éd.). (2007). Un enseignement démocratique de masse. Une réalité qui reste à inventer.

    Périsset, Danièle (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2008-12-01)
    Recension
  • Schereneffekte auf der Sekundarstufe I? Zum Einfluss des Schultyps auf den Leistungszuwachs in Deutsch und Mathematik

    Angelone, Domenico (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2019-09-25)
    Die vorliegende Längsschnittstudie (N = 950) untersucht mithilfe von Propensity Score Matching, ob vergleichbare Schülerinnen und Schüler im Verlauf der Sekundarstufe I in Abhängigkeit des besuchten Schultyps unterschiedliche Leistungszuwächse in Deutsch und Mathematik erzielen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Leistungsdisparitäten im Verlauf der Sekundarstufe I als Folge schultypspezifischer Leistungszuwächse vergrössern. Neben den bekannten Herkunftseffekten auf die Leistungsentwicklung im frühen Schulverlauf kommen demnach auf der Sekundarstufe I zusätzliche Effekte der Schulstruktur hinzu.
  • Lames de fond historiques et spécificités nationales

    Van Haecht, Anne (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2001-06-01)
  • Vom Bürger zum Kunden. Der Strukturwandel des Bildungssystems und der demokratischen Kultur in Deutschland

    Zymek, Bernd (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2004-06-01)
    Der Artikel analysiert aus einer bildungs- und sozialhistorischen Perspektive die Ursachen und Konsequenzen des auffälligen Begriffswandels und Strategiewechsels in den bildungspolitischen Debatten Deutschlands. die aktuelle Konjunktur ökonomischer Begriffe und betriebswirtschaftlicher Strategien wird im Zusammenhang des langfristigen Strukturwandels des deutschen Bildungssystems, des Funktionsverlusts des Berechtigungswesens und der Expansion kommerzieller Bildungsangebote im Umfeld des staatlichen Bildungssystems während der letzten Jahrzehnte interpretiert. Es wird die Entwicklungsperspektive zur Diskussion gestellt, dass das staatliche und kostenfreie Bildungssystem auf einen Kern von Pflichtschulen schrumpft und die für Berufskarrieren relevanten Bildungszertifikate zunehmend in privaten und kommerziellen Institutionen erworben werden. Der Rückzug des Staates aus einem Kernbereich seiner traditionellen Aufgaben und die Abwendung der sozialen Eliten vom öffentlichen Bildungswesen würden die demokratische Struktur von Deutschland verändern.
  • Ligozat, F., Charmillot, M., & Muller, A. (éd.). (2016). Le partage des savoirs dans les processus de recherche en éducation.

    Sanchez, Eric (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2018-10-24)
    Recension
  • Gleichstellung – auch im Schulleitungsamt an Grundschulen noch ein Thema?

    Bobeth-Neumann, Wiebke (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2018-09-19)
    Im vorliegenden Beitrag wird ein Erklärungsansatz für das unproportionale Geschlechterverhältnis in der Schulleitungsposition an Grundschulen vorgestellt. Mittels eines qualitativen Forschungsdesigns wurde untersucht, welchen Einfluss der Faktor Geschlecht auf den beruflichen Aufstieg in diese Position nimmt. Geschlechtsbezogene Zuschreibungen, Mechanismen des Doing Gender und vielseitige Aufstiegsverläufe wurden aufgedeckt und analysiert. Der Beitrag referiert folgende Befunde: Eine hohe Ermutigung und positive Konnotation des beruflichen Aufstiegs wird männlichen Lehrkräften entgegengebracht, während das Karrierestreben weiblicher Lehrkräfte mit einer negativen Attribuierung versehen wird und die Ermutigung ausbleibt.
  • eLearning: Evaluationskonzepte und Anwendungen

    Viens, Jacques; Wyrsch, Arnold (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2004-09-01)

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