Collections in this community

Recent Submissions

  • Unterrichtsvorbereitung: Kognitionen und Praxis angehender Lehrkräfte für die Sekundarstufe

    Wanlin, Philippe (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2018-09-19)
    Unterrichtsplanung ist ein wichtiger Faktor für die Unterrichtsqualität. In diesem Beitrag werden zuerst zwei Ausrichtungen zur Unterrichtsplanung zusammenfassend dargestellt, gefolgt von Forschungsergebnissen zu Kognitionen von Lehrpersonen bezüglich der Planung von Unterricht. Daraus werden drei Forschungsfragen abgeleitet, denen im Rahmen einer Befragung von 73 Lehrpersonen der Sekundarstufe in Genf nachgegangen wurde. Die Ergebnisse führen zu anderen Schlussfolgerungen als solchen, die aus Fallstudien oder Studien mit kleinen Stichproben stammen. Diese Unterschiede werden im Hinblick auf künftige Forschungen und Folgerungen für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung diskutiert.
  • In der «Concorde-Falle»: Erfolgreiches Scheitern von Bildungsreformen

    Reichenbach, Roland (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2008-06-02)
    Der Beitrag widmet sich in drei Teilen einzelnen Aspekten der Kritik von Walter Herzog, versteht sich allerdings weniger als Auseinandersetzung mit dieser Kritik, als vielmehr als eine Ergänzung. Im ersten Teil wird Lásló Mérös (2004/1996) «Logik der Unvernunft» bemüht, um erklären zu helfen, warum Reformprojekte auch dann fortgeführt und zu Ende gebracht werden, wenn sie schon zu Beginn an kritisch zu befragen gewesen wären/waren. Im zweiten Teil wird die Souveränität der Steuerbarkeit des Schulsystems mit Rekurs auf gestandenes, aber möglicherweise ignoriertes sozialwissenschaftliches Wissen hinterfragt. Schliesslich werden im dritten Teil Gründe angegeben, warum mit den schulischen Reformen der Vereinheitlichung von Lehre und Leistungsstandmessung nicht auch unwidersprochen beansprucht werden kann, dass damit der schulischen Qualitätssicherung gedient würde.
  • Die prioritäre Bildungspolitik (éducation prioritaire) in Genf im Hinblick auf andere Erfahrungen in den Nachbarländern

    Soussi, Anne (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2018-09-19)
    In allen Schulsystemen ist die Reduktion der Häufigkeit von Schulversagen ein rekurrentes Problem. Deshalb wurden seit den 1960er Jahren in den Vereinigten Staaten oder in England prioritäre bildungspolitische Projekte eingeführt und über die Jahre entwickelt. Nach der Definition des Begriffs der prioritären Bildungspolitik, sowie der Ziele dieser Politik, der Gründe für ihre Einführung und der Darstellung ihrer verschiedenen Phasen, stellen wir einige europäische und schweizerische Beispiele vor, um uns dann auf das in Genf entwickelte Modell zu konzentrieren. Wir versuchen zu zeigen, inwiefern sich das Genfer «Réseau d’enseignement prioritaire» von den früheren in Nordamerika, Europa oder in der Schweiz durchgeführten Versuchen inspirieren liess oder eben nicht. Wir versuchen ebenfalls, die Phase zu bestimmen, in welche das Genfer REP (Réseau d’enseignement prioritaire) einzuordnen ist, sowie die ihm zu Grunde liegende Konzeption von Bildung darzustellen.
  • Letor, Caroline. (2009). Comment travailler en équipe au sein des établissements scolaires?

    Périsset, Danièle (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2011-09-01)
    Recension
  • Die Ökonomisierung der Bildung ist eine Herausforderung. Es gilt, sie anzunehmen, mit etwas Gelassenheit.

    Ghisla, Gianni (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2008-06-02)
    In diesem Beitrag wird für eine kritische Betrachtung von Standards, v.a. von Performance-Standards plädiert, zugleich aber auch eine Lanze für eine notwendige selbstkritische Reflexion gängiger erziehungswissenschaftlicher Praxis gebrochen. Erziehungswissenschaft sollte nicht in die Opferrolle rücksichtsloser Politik hineinmanövrieren, sondern aktiver versuchen, relevante gesellschaftliche Umwälzungen in ihren Blick zu nehmen und handlungsorientiert zu verarbeiten. Dies gilt z.B. für die neu zu konzipierende Beziehung zwischen Bildung, Gesellschaft und Arbeit, wodurch das „Ökonomische“ und damit auch die Kategorie der Standards ins Zentrum des Interesses rücken. Es kann also schlicht nicht darum gehen, Standards aus kritischer Warte abzulehnen, weil sie eine ökonomisierende Marklogik mit ihrer instrumentellen Vernunft repräsentieren, denn damit ginge man an der historischen Realität vorbei. Vielmehr gilt es, sie in eine neue Perspektive kompetenzorientierter Pädagogik und Didaktik zu integrieren.
  • Die Beziehung zwischen Lernenden und ausbildenden Personen als Schlüsselelement der Wissensvermittlung in der Berufsbildung

    Masdonati, Jonas; Lamamra, Nadia (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2009-09-01)
    Die Studie fokussiert auf Lernende, welche ihre Berufslehre frühzeitig abgebrochen haben und befasst sich mit deren Sichtweise über die Beziehung zu der ausbildenden Person. Zuerst werden die Aussagen von Lernenden analysiert, welche von einer schwierigen Beziehung berichten. Hier zeigt sich, was die Lernenden unter einer solchen Beziehung verstehen und welche Auswirkungen diese auf die Berufsausbildung haben kann. Anschliessend werden die Beziehungen, welche die Lernenden als positiv beurteilen, analysiert und aufgezeigt, welche Elemente als positiv bewertet wurden und auf welche Weise die Beziehung einen Einfluss auf die Wissensvermittlung haben kann. Diese Elemente lassen auch Erwartungen von Lernenden gegenüber der ausbildenden Person erkennen. Die Ergebnisse lassen darauf schliessen, dass die Beziehung für die Wissensvermittlung und für die Qualität des Übergangs Schule-Beruf eine zentrale Rolle spielt.
  • Fachdidaktische Massnahmen im Französischunterricht aus Schülersicht: Der Zusammenhang mit Schulleistung und Motivation

    Niggli, Alois; Cathomas, Rico; Trautwein, Ulrich; Schnyder, Inge (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2007-12-03)
    Die jüngere Forschung zur Unterrichtsqualität im Fremdsprachenbereich weist auf die Notwendigkeit hin, die fachübergreifenden Qualitätsdimensionen des Unterrichts durch fachspezifische Beschreibungsmodelle zu ergänzen. In der vorliegenden Studie werden theoretische Annahmen über fachdidaktische Determinanten von Leistung und Interesse im Fremdsprachenunterricht anhand einer Stichprobe von 1 655 Achtklässlern aus den drei Schweizer Kantonen Freiburg, Luzern und Wallis überprüft. Auf faktorenanalytischem Wege konnten für das Fach Französisch als Fremdsprache folgende fünf Faktoren extrahiert werden: Gebrauch der französischen Sprache im Unterricht, Intensität des Übens und Anwendens, Einbezug lebensweltlicher Materialien, Vokabellernen und Kommunikation mit Fremdsprachigen. Mittels anschliessender Mehrebenenanalysen konnte gezeigt werden, dass der Gebrauch des Französischen und intensives Üben/Anwenden statistisch signifikant mit einer günstigen Entwicklung von Leistung und des Interesses im Verlaufe eines Jahres assoziiert waren. Ohne Einfluss blieb das Lernen von Vokabeln. Erwartungswidrig fand sich ein negativer Zusammenhang zwischen der Kommunikation mit Fremdsprachigen und der Entwicklung von Interesse an der betreffenden Sprache.
  • Physikunterricht an Brennpunktschulen: Nachbau einer Referenz mit der halben und der ganzen Klasse

    VENTURINI, Patrice; Amade-Escot, Chantal (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2009-09-01)
    Um gewöhnliche Unterrichtspraktiken verständlicher zu machen, vergleicht dieser Beitrag die Methode, wie eine Physiklehrerin in einer Brennpunktschule eine Referenz nachbildet, einerseits mit der halben Klasse, andererseits mit der ganzen Klasse. Der Artikel zeigt, dass es unter bestimmten Bedingungen mit der Hälfte der Klasse eher möglich ist, eine effektive Partnerschaft aufzubauen, um den Lehrstoff zu vermitteln. Es wurde ebenfalls festgestellt, dass dieselben Methoden, angewandt in der ganzen Klasse, weniger wirksam sind.
  • Das Internet als Informationsquelle für den Aufbau von Berufswahlwissen: Wie Jugendliche es nützen, und wie nützlich sie die erhaltenen Informationen einschätzen

    Düggeli, Albert; Kinder, Katja; Kandzia, Wolfgang (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2018-10-24)
    Die vorliegende Untersuchung thematisiert den Zusammenhang zwischen in der Schule oder in der Freizeit aufgebauten Internetrecherchekompetenzen und der Einschätzung, nützliches Berufswahlwissen durch Internetrecherchen aufgebaut zu haben. Auf der Basis der Daten von Lernenden der achten Klassenstufe, die 2013 in der Schweiz im Rahmen der IEA ICIL-Studie (International Computer and Information Literacy) erhoben wurden (N=1606) zeigt sich, dass eine zielorientierte Suche mit der Wahrnehmung einhergeht, nützliches Wissen aufgebaut zu haben. Die im schulischen Unterricht oder während des freizeitlichen Internetgebrauchs aufgebauten Recherchekompetenzen erwiesen sich, ebenso wie ein allfälliger Diskurs mit Lehrpersonen über das neu aufgebaute Berufswahlwissen, diesbezüglich als wenig bedeutsam. Die Befunde der Untersuchung werden theoretisch-konzeptionell im Rahmen ihrer wert-erwartungstheoretischen Bedeutung bzw. hinsichtlich ihrer Relevanz für die Berufswahl oder den Informatikunterricht insgesamt diskutiert.
  • Die Bedeutung schulischer Kontexteffekte und adaptiver Lehrkompetenz für das selbstregulierte Lernen

    Bruehwiler, Christian (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2006-12-01)
    Im Hinblick auf ein selbstverantwortliches Weiterlernen nach der Schulzeit ist die Fähigkeit zentral, den eigenen Lernprozess erfolgreich zu steuern. Selbstreguliertes Lernen (SRL) ist zugleich Ziel und Bedingung schulischer Lernprozesse. Der vorliegende Beitrag analysiert zunächst anhand der Daten von PISA 2003 die Bedeutung des Schultyps und der Leistungsstärke von Schulen für verschiedene Aspekte des SRL. Die Ergebnisse zeigen, dass sich auch für die Schweiz ein «big-fish-little-pond-effect» (BFLPE; Marsh, 1987) nachweisen lässt. Schülerinnen und Schüler verfügen demnach in leistungsstarken Schulen über ein geringeres mathematisches Selbstkonzept als Schülerinnen und Schüler mit gleichen individuellen Mathematikleistungen in leistungsschwächeren Schulen. Vor dem Hintergrund der hohen Bedeutung des SRL für schulischen Lernerfolg wird in einer zweiten Studie der Frage nachgegangen, welchen Beitrag Lehrpersonen zur Förderung des SRL leisten können. Die empirische Grundlage für die Analysen bilden 49 Lehrpersonen und ihre Klassen, die an der Nationalfonds-Studie «Adaptive Lehrkompetenz»1 teilgenommen haben. Als adaptive Lehrkompetenz wird die Fähigkeit von Lehrpersonen bezeichnet, Unterrichtsvorbereitung und -handeln so auf die individuellen Voraussetzungen der Lernenden auszurichten, dass möglichst günstige Bedingungen für verstehendes Lernen entstehen. Die Ergebnisse verweisen darauf, dass zur Förderung bereichsspezifischer Interessen und Selbstkonzepte diagnostische und didaktische Kompetenzen der Lehrpersonen ausschlaggebend sind, sofern sie sich direkt aufs Unterrichtsgeschehen beziehen.
  • Marcacci, Marco & Chardon, Elizabeth. (2004). Tu finiras au Grütli! Une école de fin de scolarité. Genève 1929-1969.

    Heimberg, Charles (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2005-12-01)
    Recension
  • Wenn Lernsituationen zu Leistungssituationen werden: Untersuchung zur Fehlerkultur in einer Videostudie

    Meyer, Lena; Seidel, Tina; Prenzel, Manfred (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2006-06-01)
    Der vorliegende Beitrag zeigt, wie Aspekte einer Fehlerkultur systematisch mittels Videoanalysen erfasst und Unterschiede zwischen Schulklassen abgebildet werden können. Im Zentrum steht dabei die in Deutschland häufig problematisierte Vermischung von Lern- und Leistungssituationen. Die Ergebnisse aus den durchgeführten Videoanalysen verdeutlichen, dass internationale Kriterien für die Zuverlässigkeit der Verfahren in allen Bereichen erfüllt und darüber hinaus durch die Sicht der Schülerinnen und Schüler gestützt werden. Damit liegt ein Instrumentarium vor, das einen Aspekt des Bedingungsgeflechtes von Fehlerkultur im Unterrichtsvideo bestimmen und konkrete relevante Unterrichtssituationen kennzeichnen kann. Es eröffnen sich reichhaltige Möglichkeiten für vertiefende Analysen. Anhand zweier Fallanalysen wird das Potenzial aufgezeigt.
  • Massification de l’école, standardisation et égalité des acquis. Un contrepoint à l’article de W. Herzog

    Crahay, Marcel (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2008-06-02)
    Selon Herzog, la réforme HarmoS cède à une logique industrielle de l’éducation. Mais cette évolution n’est pas nouvelle: depuis le 20e siècle, la massification de l’école, signe fort d’une évolution démocratique, a conduit à une organisation économique des systèmes scolaires. Cette réforme oriente les systèmes éducatifs vers un pilotage par évaluation externe des outputs. L’uniformisation par directives ne trouvant pas toujours écho dans la réalité, ne faut-il pas, pour répondre au double objectif d’efficacité et d’équité, considérer l’obligation en termes de résultats comme une solution complémentaire envisageable ? Néanmoins, et en accord avec Herzog, la réforme HarmoS semble préoccupante de part l’instrumentalisation des chercheurs et l’exclusion des enseignants des décisions réservées aux politiques. Pour enrichir le mouvement de réforme, enseignants et chercheurs doivent conserver un rôle autre que celui d’exécutants dans la confrontation démocratique.
  • “Interactive minds” Ein Paradigma zur Erforschung der sozial-interaktiven Natur menschlicher Kognitionen und ihrer lebenslangen Entwicklung

    Staudinger, Ursula M.; Joos, Markus (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2010-10-01)
    Nach einem kurzen Überblick über historische sowie aktuelle Entwicklungen in der Forschung zur sozial -interaktiven Natur von Kognitionen, wird eine Definition des “interactive minds” Paradigmas vorgestellt. In mindestens dreierlei Hinsicht sind Kognitionen von Natur aus sozial interaktiv: (a) in ihrer kulturellen Evolution und ihrer Ontogenese (b) in ihrer Aktivierung und Anwendung (c) und in ihrer Bewertung. Aber ist es immer wahr, daß zwei Köpfe besser sind als einer? Ein empirisches “interactive minds” Paradigma wurde entwickelt und beispielhaft im Bereich des weisheitsbezogenen Wissens überprüft. Fünf Versuchsbedingungen, die sich im Verhältnis von individueller und interaktiver Kognitionen sowie ihrer ökologischen Relevanz unterschieden, wurden entwickelt. Die Ergebnisse zeigten, daß die Bedingung, die aus einer Kombination sowohl individueller als auch interaktiver Kognitionen bestand, am förderlichsten für die Aktivierung weisheitsbezogenen Wissens und Urteilens war. Es scheint, daß nicht jede interaktive Kognition förderlich ist, sondern eher eine sequentielle Kombination von sowohl individuellen als auch interaktiven Kognitionen.
  • Konzeptioneller Rahmen zum Verhältnis formellen und informellen Lernens

    Rohs, Matthias (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2018-09-20)
    Der Artikel setzt sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung informellen Lernens mit dem Verhältnis formeller, non-formeller und informeller Lernprozesse auseinander. Ausgehend von der Darstellung der Motive für eine stärkere Verbindung unterschiedlicher Lernformen werden zunächst die begrifflichen und definitorischen Zusammenhänge zur Beschreibung des Verhältnisses formellen, non-formellen und informellen Lernens beleuchtet. Darauf aufbauend werden die Schnittstellenprozesse zwischen den Lernformen sowie Rahmenbedingungen für das Zusammenwirken beschrieben. Der Beitrag liefert damit eine Grundlage für die Reflexion pädagogischer Praxis sowie für die Fundierung der empirischen Forschung in diesem Feld.
  • Formelle, nicht-formelle und informelle Bildungskontexte: Kompetenzentwicklung für Schulleitungen französischer Sprache in Kanada

    IsaBelle, Claire; Gélinas Proulx, Andréanne; Meunier, Hélène (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2018-09-20)
    Zur Weiterentwicklung von Kompetenzen neuer Schulleitungen stellen wir fest, dass neue von Universitäten, Schulbezirken o.ä. angebotene Bildungsprogramme entstanden sind. Ziel unserer Untersuchung ist es, zu identifizieren, welche Bildungskontexte (formell, nicht-formell oder informell) neuen Schulleitungen bei der Entwicklung ihrer Kompetenzen: (a) am besten geholfen haben und (b) welche ihnen künftig am besten helfen können. Im Rahmen unserer qualitativen Studie wurden 101 Akteurinnen und Akteure des Bildungsbereiches befragt. Aus den Ergebnissen geht hervor, dass alle drei Bildungskontexte (formell, nicht-formell und informell) zur Entwicklung der Kompetenzen neuer Schulleitungen beigetragen haben. Zudem zeigte sich, dass Im Vergleich zu den formellen und informellen Bildungskontexten der nicht-formelle Bildungskontext (Workshops und Unterstützung von seiten des Schulbezirkes) am meisten zur Entwicklung von Kompetenzen neuer Schulleitungen beigetragen hat.
  • Situation als Konstrukt. Zur Kritik objektivistischer Situationsdefinitionen

    Heid, Helmut (Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF), 2001-12-01)
    Der Situationsbegriff spielt in der aktuellen Lehr-Lern-Forschung eine bemerkenswerte Rolle. Damit soll die Aufmerksamkeit in spezifischer Weise auf die Tatsache gelenkt werden, dass menschliches Lernen stets unter konkreten Umweltbedingungen stattfindet und dass die Qualität der Resultate menschlichen Lernens unter anderem von der Qualität der jeweiligen Lernumgebung abhängt.Die hohe Plausibilität dieser Feststellung begünstigt die Vernachlässigung der Frage, wieweit die jeweilige Lernumgebung lehr-lern-theoretisch nicht nur eine unabhängige, sondern auch und vor allem eine (von Lernen) abhängige Variable ist: Das als “Situation” Gekennzeichnete ist keine Tatsache im physikalischen Sinn, sondern Resultat einer Tatsacheninterpretation, also ein theoretisches Konstrukt. Das gilt auch für die lehr-lern-theoretisch postulierten (Qualitäts-) Merkmale der Situation; das sind im besonderen die Authentizität und die Komplexität wünschenswerter Lernumgebungen. Der folgende Beitrag bezweckt den Versuch, zur methodischen Klärung der Konzeption «Situiertes Lernen» beizutragen.

View more