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Recent Submissions

  • Eindeutigkeit und Bedeutung. Funktionen der Erzählung kollektiver Identität

    Langner-Pitschmann, Annette (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Die Konstitution kollektiver Identität orientiert sich u.a. an den Idealen einer eindeutigen und bedeutsamen Beschreibung von Gemeinschaften. Aus der Rekonstruktion und Problematisierung dieser beiden Aspekte leitet der vorliegende Beitrag Kriterien ab, denen eine differenzierte und tragfähige Theorie kollektiver Identität zu genügen hat. Mit dem »kritischen Pluralismus« von William E. Connolly stellt er einen Ansatz vor, der diesen Kriterien zu genügen scheint und das Phänomen der Fremd- und Selbstzuschreibung kollektiver Identität in seiner Vielschichtigkeit und Ambiguität zu erhellen hilft.  The formation of collective identity aims, among other things, at describing communities in an unambiguous and meaningful way. Reconstructing and problematizing both of these aspects, the present paper elaborates two criteria by which a differentiated and viable theory of collective identity may be measured. It finally presents William E. Connolly’s »critical pluralism« as an approach that seems to fulfil these criteria while shedding light on the attribution of collective identity in its complexity and ambiguity.
  • Ein Plädoyer für die Sprache der Menschenrechte. Ute Gerhard zur Geschichte und Aktualität feministischer Rechtskritik.

    Meyer, Katrin (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Rezension von:Ute Gerhard (2018): Für eine andere Gerechtigkeit. Dimensionen feministischer Rechtskritik, Frankfurt/M. / New York: Campus.
  • Kollektive Identität aus christlicher Sicht: Von der Pseudospeziation zum offenen Patriotismus

    Palaver, Wolfgang (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Krisenzeiten drängen das Gruppenwesen Mensch zum Rückzug in geschlossene Gesellschaften. Anthropologisch lässt sich das mit Konzepten der Pseudospeziation oder des parochialen Altruismus erklären. Verstärkte Konkurrenz, die mit der Globalisierung einhergeht, stärkt heute populistische Tendenzen hin zur geschlossenen Gesellschaft. Henri Bergsons Unterscheidung zwischen der statischen und der dynamischen Religion zeigt dazu ergänzend, welcher Typ von Religion solche Abschließungstendenzen fördert und welcher Typ den Weg in die offene Gesellschaft ermöglichen kann. Ein abschließender Schritt folgt Bergsons Hinweis auf einen offenen Patriotismus und beschreibt, wie eine Stärkung dynamischer Religion diesen fördern kann.Times of crisis push human beings, a clannish creature, to retreat into closed societies. Anthropologically this can be explained with concepts of pseudo-speciation or parochial altruism. Increased competition, which goes hand in hand with globalization, today strengthens populist tendencies towards a closed society. In addition, Henri Bergson's distinction between static and dynamic religion shows which type of religion promotes such tendencies of closure and which type can facilitate the path into open society. A final step follows Bergson's reference to open patriotism and describes how strengthening dynamic religion can promote it.
  • Zu Aktualität und Methode von Kapitalismuskritik: Victor Kempf verfasst eine hervorragende sozialphilosophische Betrachtung

    Schmalz, Dana (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Rezension von:Victor Kempf (2019): Exodus oder dialektische Negation. Paradigmen der Kapitalismuskritik im Widerstreit, Wiesbaden: Springer VS.
  • Identität – kein Wesensmerkmal, sondern Position. Identitätspolitische Organisation von Minderheiten

    Riedl, Anna Maria (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Der Artikel legt eine kritische Würdigung von Identitätspolitik vor. Kritische Würdigung meint hier, dass der Kampf um Befreiung und Teilnahme an der Mehrheitsgesellschaft anerkannt wird, dass damit aber längst nicht alles gerechtfertigt ist, was heute unter dem Label Identitätspolitik firmiert. Als eine wichtige Unterscheidung wird die Differenzierung zwischen Identitätspolitik und identitären Politiken eingeführt. Gegen die latente Gefahr Identitäten zu essentialisieren, auch wenn Identität (nur) als Motor eines Befreiungskampfes gesehen wird, wird als Ausweg eine Strategie zeitweiliger und solidarischer Koalitionen vorgeschlagen.The article presents a critical appraisal of identity politics. Critical appreciation means here that the struggle for liberation and participation in the majority society is legitimized and recog-nized, but that by no means everything that today operates under the label of identity politics is justified. As an important distinction is therefore introduced the differentiation between identity politics and identitarian politics. Against the latent danger of essentializing identities, even if identity is (only) seen as a motor for liberation struggle, a strategy of temporary, and solidarity coalitions is propos
  • Kein Staat. Nirgends mehr? Gabriele Metzler rekonstruiert Entwicklungslinien zu den Staatsbildern der Zeitgeschichte

    Groh, Kathrin (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Rezension von:Gabriele Metzler (2018): Der Staat der Historiker. Staatsvorstellungen deutscher Historiker seit 1945, Berlin: Suhrkamp.
  • Kulturell-mehrheitsorientierte Identitätspolitik als Problem für Religionsfreiheit?

    Horizon 2020 Research and Innovation Programme der Europäischen Union; Baumgartner, Christoph (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Kulturell-mehrheitsorientierte Identitätspolitiken zielen darauf, die kulturelle Identität alteingesessener gesellschaftlich dominanter Mehrheiten zu schützen und zu bewahren. Dieser Beitrag untersucht die Rolle von Religion im Kontext aktueller Debatten über kulturell-mehrheitsorientierte Identitätspolitiken. Dabei analysiere ich zunächst wie verschiedene Vorstellungen von Religion konstruiert werden und welche Funktion sie in konkreten identitätspolitischen Vorschlägen und Debatten haben. Daran anschließend gehe ich der Frage nach, inwiefern derartige Identitätspolitiken das Recht auf Religionsfreiheit relativieren, beziehungsweise welchen Einfluss bestimmte kulturell-mehrheitsorientierte Identitätspolitiken auf Bedingungen für die Ausübung von Religionsfreiheit haben können.This contribution concerns the role of religion in the context of cultural-majoritarian identity politics. Such identity politics aims at the conservation and protection of what is construed as ‘national identity’ or cultural identity of the predominant majority in society. I analyse the role of religion in such identity politics, both as cultural basis of society and as ‘significant other’ that is framed as ‘foreign’ and not really belonging to society and ‘national identity’ respectively. Finally, I investigate whether and to what extent particular forms of cultural-majoritarian identity politics are at odds with an egalitarian understanding of the right to freedom of religion.
  • Blinder Fleck Familie. Sabine Plonz legt ein Standardwerk zu den protestantischen Ethiken der Familie vor

    Kuhlmann, Helga (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Rezension von:Sabine Plonz (2018): Die Wirklichkeit der Familie und protestantischer Diskurs. Ethik im Kontext von Re-Produktionsverhältnissen, Geschlechterkultur und Moralregime (Ethik und Gesellschaft, Bd. 5), Baden-Baden: Nomos.
  • Kollektive religiöse Identitäten als Zentrum rechter Identitätspolitik?

    Pickel, Gert (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Betrachten wir aktuelle Bemühungen rechtsradikaler Parteien, dann kommt Identitätspolitik eine zentrale Rolle für die Mobilisierung von Wähler*innen zu. In den verwendeten Identitätskonstruktionen eines „Wir und die Anderen“, spielt die religiöse Zugehörigkeit eine tragende Rolle. Vor allem Muslim*innen werden Ziel negativer Zuschreibung. Die in Teilen der deutschen Bevölkerung bestehenden Ängste, bieten die Möglichkeit von Abgrenzung. Die daraus resultierende, auf Emotionen angelegte, Polarisierung bietet rechten Ideolog*innen Mobilisierungschancen, die sich oft rationalen Gegenargumenten verschließen. Identitäre Abgrenzung gilt auch gegenüber Jüd*innen. So wird die muslimische Zuwanderung instrumentell über Verschwörungstheorien der Umvolkung gegen Jüd*innen und Muslim*innen gleichzeitig gerichtet.If we look at current efforts by radical right-wing parties, then identity politics plays a central role in the mobilization of voters. In the identity constructions of "us and them", religious affiliation plays a major role. Muslims in particular become the target of negative attribution. The fears existing in parts of the German population offer the possibility of demarcation. The resulting polarization, which is based on emotions, offers right-wing ideologues opportunities for mobilization, who often close their minds to rational counterarguments. Identitarian demarcation also applies to Jews. Thus, Muslim immigration is instrumentally directed against Jews and Muslims at the same time via conspiracy theories of repopulation.
  • Nicht nur Ja und Amen. Markus Raasch und Andreas Linsenmann fragen nach der politischen Beteiligung von Katholikinnen in Kaiserreich und Weimarer Republik

    Busch, Anno (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Rezension von:Markus Raasch / Andreas Linsenmann (Hg.) (2018): Die Frauen und der politische Katholizismus. Akteurinnen, Themen, Strategien (VKfZG C1, hg. von Michael Kissener), Paderborn: Ferdinand Schöningh.1
  • Apologetische Diskursbeobachtungen. Anna Maria Riedl über das Potenzial einer post-strukturalistischen Perspektive für die Theoriebildung christlicher Sozialethik

    Schönwälder-Kuntze, Tatjana (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Rezension von: Anna Maria Riedl (2017): Ethik an den Grenzen der Souveränität. Christliche Sozialethik im Dialog mit Judith Butler unter Berücksichtigung des Kindeswohlbegriffs, Reihe Gesellschaft – Ethik – Religion Bd. 8, Tübingen: Ferdinand Schöningh.
  • Die Hydra der Ungleichheit. Thomas Pikettys Analysen gesellschaftlicher Systeme und sein Weg zu einem partizipativen Sozialismus

    Kubon-Gilke, Gisela (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Rezension von:Thomas Piketty (2020): Kapital und Ideologie. Aus dem Französischen von André Hansen, Enrico Heinemann, Stefan Lorenzer, Ursel Schäfer und Nastasja S. Dresler, München: C.H.Beck
  • Von der rettenden Gerechtigkeit zur vernünftigen Freiheit: Jürgen Habermas rekonstruiert Konstellationen von Glauben und Wissen

    Arens, Edmund (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Rezension von:Jürgen Habermas (2019): Auch eine Geschichte der Philosophie. Band 1: Die okzidentale Konstellation von Glauben und Wissen. Band 2: Vernünftige Freiheit. Spuren des Diskurses über Glauben und Wissen, Berlin: Suhrkamp.
  • Konturen einer anti-identitären Sozialethik

    Lesch, Walter (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Eine anti-identitäre Sozialethik beschäftigt sich selbstkritisch mit Phänomenen der Exklusion und der Inklusion. Dabei kann sie nicht völlig auf Identitätsdiskurse verzichten, da sowohl Identitäten des Individuums als auch Gruppenidentitäten für eine normative Theorie der Gesellschaft konstitutiv sind. Der Beitrag rekonstruiert die aktuelle Auseinandersetzung mit identitären Extremen vor dem Hintergrund der schon einige Jahrzehnte zurückliegenden Debatte zwischen Liberalismus und Kommunitarismus, in der es zumindest strukturell um vergleichbare Fragen ging. Die bis heute andauernde Diskussion kreist letztlich um eine Krise von Grundannahmen des politischen Liberalismus, der massiv unter Druck geraten ist. Die unvermeidbare Verständigung über fluide und offene Identitäten ist zu unterscheiden von identitätpolitischen Zuspitzungen, auf die sozialethisch in Stil und Themenwahl mit Mitteln geantwortet werden kann, mit denen sich identitäre Verkrampfungen in einigen Fällen lösen lassen.An anti-identitary social ethics has a self-critical approach of phenomena of exclusion and inclusion. However, it cannot completely do without identity discourses because the identities of individuals and of groups are constitutive for a normative theory of society. The article reconstructs the current confrontation with identity-laden extremes in the light of the debate between liberalism and communitarianism that started some decades ago dealing with at least structurally comparable questions. The ongoing debate is finally on the crisis of key assumptions of political liberalism that is massively under pressure. The unavoidable communication on fluid and open identities has to be distinguished from the options of identity politics. Social ethics can reply by a specific style and the choice of topics and thus provide resources which can sometimes relieve tensions caused by simplistic assignations of identity.
  • Das Beste aus zwei Welten? Überlegungen zu Tim Reiß‘ Verhältnisbestimmung einer Diskurstheorie der Demokratie zur öffentlichen Rolle der Religion

    Breul, Martin (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Rezension von:Tim Reiß (2019): Diskurstheorie der Demokratie und Religion (Schriften zur Politischen Soziologie 37), Baden-Baden: Nomos
  • Antiidentitäre Sozialethik

    Möhring-Hesse, Matthias (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Lässt sich in der akademischen Arbeit an einer sozialethischen Theorie, dass diese Theorie auf einem politischen Handlungsfeld orientierend in Richtung von Identitätspolitik wirkt? Mit Aussicht auf die potentiell destruktiven Wirkungen von Identitätspolitik wird diese Frage mit »nein« beantwortet. Daraus wird der Schluss gezogen, dass Sozialethik so betrieben werden sollte, dass sie nicht zur Orientierung von Identitätspolitik genommen werden kann, dass sie – mehr noch – politischen Akteuren identitätspolitische Absichten und Neigungen »ausredet«.Can it be justified in academic work on a social-ethical theory that this theory has an orientation towards identity politics in a political field of action? In view of the potentially destructive effects of identity politics, the answer to this question is "no". The conclusion from this is drawn that social ethics should be pursued in such a way that it cannot be taken as an orientation for identity politics. Instead, it must persuade political actors out of their intentions and inclinations to identity policy.
  • Keine feindliche Übernahme in Sicht. Christian Joppke sieht den säkularen Staat vor Religion sicher

    Ebertz, Michael N. (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Rezension von:Christian Joppke (2018): Der säkulare Staat auf dem Prüfstand. Religion und Politik in Europa und den USA, Hamburg: Hamburger Institut für Sozialforschung.
  • Sozialethik ohne Herdenzugehörigkeit. Elemente einer anti-identitären Sozialethik

    Becka, Michelle (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Eine anti-identitäre Sozialethik ist ein Beitrag zur Gestaltung einer Gesellschaft, die auf der freiheitlich-demokratischen Grundordnung aufbaut. Sie bleibt aber nicht bei der Verteidigung eines Ist-Zustands stehen, sondern intendiert Verbesserung. Dabei zielt sie auf die Erweiterung von Freiheitsräumen und Rechten aller, nicht nur einiger. Der Begriff der kollektiven Identität muss dabei nicht notwendiger Weise aufgegeben, aber kritisch reinterpretiert werden. Dazu trägt dieser Aufsatz bei, indem er erstens Verwendungsweisen und Implikationen kollektiver Identität kritisiert, zweitens in der Auseinandersetzung mit Judith Shklar ein Gesellschaftsmodell der Freiheit verteidigt und von diesem ausgehend drittens Schlussfolgerungen für eine anti-identitäre Christliche Sozialethik zieht.Anti-identitarian social ethics is a contribution to the construction of a society based on the liberal basic democratic order. However, it does not stop at defending an actual state of affairs, but aims at improvement. In doing so, it aims at the expansion of freedom and rights for all people, not just some. The concept of collective identity does not necessarily have to be abandoned, but it must be critically reinterpreted. This essay contributes to this by criticizing the ways in which collective identity is used and its implications, and by defending a social model of freedom in the discussion with Judith Shklar. Thenceforward it draws conclusions for an anti-identitarian Christian social ethics
  • Sozialphilosophie auf dem Boden der Tatsachen. John Deweys Vorlesungen in China sind erstmals auf Deutsch erschienen

    Langner-Pitschmann, Annette (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Rezension von:John Dewey (2019): Sozialphilosophie. Vorlesungen in China 1919/20. Aus dem Amerikanischen von Martin Suhr. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Axel Honneth und Arvi Särkelä, Berlin: Suhrkamp.
  • Der Kampf für Umwelt- und Klimaschutz muss weitergehen. Zur aktuellen Ausgabe der Reihe ›Sozialethik konkret‹

    Schäfers, Lars (UB Tübingen, 2020-08-01)
    Rezension von:Martin Dabrowski / Judith Wolf / Karlies Abmeier (Hg.) (2019): Umweltpolitik: global und gerecht (Sozialethik konkret), Paderborn: Ferdinand Schöningh.

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